Sinnvolles Twittern

04Jun09
Nein sie reißt nicht ab, die Diskussion über die Sinnhaftigkeit des Mikro-Blogging-Dienstes. Was für die einen ‚die Klowand des Internetsist, ist für die anderen – und wir reden hier immerhin von 20 Millionen Nutzern im Monat – eine attraktive Kommunikationsmöglichkeit bzw. ein Mittel zur Nachrichtenverbreitung. Der Vorwurf, das Unterschichten-Fernsehen habe endlich seine Entsprechung im Netz: Twittern ist Bloggen für Arme!, ist hart und ich frage mich, was denn dann von den Kritikern unter sinnvollem Twittern überhaupt verstanden wird. Eine Antwort darauf hat Brian Solis (Werber und Internetexperte, Sillicon Valley) in einem Interview auf der Fachmesse Next09.

Aber stimmt es denn, dass die eigentlichen Potenziale von Twitter derzeit nicht oder zumindest nicht umfassend genutzt werden? Stimmt es, dass das Hauptaugenmerk auf das Followersammeln oder die Verbeitung von Belanglosigkeiten gerichtet ist? Einen kurzen und amüsanten Einblick in ihre Gedanken dazu bieten Mario Sixtus und Sasche Lobo:

Natürlich kann man sich mit einem Schmunzeln zurücklehnen, die Kritik teilen und über die neue Möglichkeit des hirnlosen Sich-Selbst-Darstellens im Internet philosophieren. Man könnte sich aber genauso gut fragen, wer denn eigentlich bestimmt, was eine Belanglosigkeit ist und ob es überhaupt angemessen ist, Menschen in Zuschauer des Unterschichtenfernsehens (gleich Twitter-User) oder Zuschauer des anspruchsvollen Fernsehens (ungleich Twitter-User) einzuteilen?


Auch wenn die Vorwürfe und die Diskussion um die Sinnhaftigkeit nachvollziehbar sind, so finde ich, dass jeder im Hinterkopf haben sollte, dass es schließlich Menschen sind, die hinter ihren Computern oder Telefonen sitzen und Dinge schreiben, die sie gerade bewegen oder erwähnenswert finden. Ich muss das nicht lesen, geschweige denn bewerten. Ich kann das Medium nutzen, wie und für was ich es als sinnvoll erachte. Wenn Twitter für etwas gut ist dann für einen Blick auf unsere Gesellschaft. Und ich meine damit nicht nur die Inhalte der Tweets, sondern auch und vielleicht sogar vor allem die (kritischen) Anmerkungen dazu.

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One Response to “Sinnvolles Twittern”

  1. Sag mir wer Deine Freunde sind und ich sag Dir wer Du bist.So ungefähr funktioniert Twitter. Im Gegensatz zum Fernsehen, wo ich evtl. etwas interessantes verpasse, weil ich grad umschalte, damit ich mir eine komplette Hirnlosigkeit nicht antun muss, kann ich im Twitter ganz gezielt auswählen, was ich lese und was nicht.Ohne twitter hätte ich die Hälfte der spannendsten und wertvollsten Informationen im Rahmen der EU-Wahlen überhaupt nicht erfahren.Wenn ich mich auf den ursprünglichen Zweck von Twitter zurückbesinne, der Austausch von Kurzinformationen und nämlich nicht das sammeln von möglichst vielen Followern (fälschlicherweise von manchen mit Freunden gleichgesetzt), dann macht Twitter richtig Spass.So ! 🙂


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